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1 Ak’b’al

Das erste Licht aus der Dunkelheit.
31 de octubre de 2025 por
Chocopolitico
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Ak’b’al bedeutet das erste Licht aus der Dunkelheit.

Es ist der Moment, in dem die Nacht zu flüstern beginnt, dass ein neuer Tag geboren wird. In der Welt der Maya ist Ak’b’al der Ort zwischen Traum und Erwachen, zwischen Innen und Außen, zwischen dem, was wir noch nicht sehen, und dem, was schon in uns leuchtet. Es ist die Energie der Dämmerung – still, verlässlich, schöpferisch

.

Im Zyklus des Tzolk’in markiert 1 Ak’b’al den Beginn eines neuen Abschnitts. Der erste Ton steht für Ursprung und Richtung, für die Rückkehr zur Essenz. Wer heute mit dieser Energie arbeitet, betritt den Raum des Anfangs, noch bevor die Form entschieden ist. Es ist die Einladung, sich auf das Unbekannte einzulassen – nicht mit Angst, sondern mit Vertrauen.

Der Tag fällt in den Haab-Monat 1 Keh, der mit dem Hirsch verbunden ist – ein Symbol für Ausgleich und Rhythmus. Keh erinnert uns daran, dass Leben ein Gewebe aus Gegensätzen ist: Bewegung und Ruhe, Geben und Empfangen. Im Zusammenspiel mit Ak’b’al entsteht daraus ein feines Gleichgewicht: das Wissen, wann es Zeit ist zu handeln, und wann es weiser ist, zu lauschen.

Der Lord G der Nacht bringt zu diesem Übergang Tiefe und Prüfung. Seine Energie lenkt das Bewusstsein in die inneren Räume, dorthin, wo Schatten zu Lehrern werden. Unter seinem Einfluss kann Ak’b’al sich als Traum, Intuition oder Erinnerung zeigen – ein flüchtiger Hinweis, dass Erkenntnis im Verborgenen wächst.

Spirituell betrachtet steht Ak’b’al für das Vertrauen in das Unsichtbare. Für die Fähigkeit, sich von der Dunkelheit nicht abschrecken zu lassen, sondern sie als Matrix der Schöpfung zu erkennen. In ihr liegen Samen von Ideen, Beziehungen, Transformationen. Wer sie ehrt, versteht: Nur aus dem Unbekannten kann Neues entstehen.

Heute ist ein Tag, an dem du innehalten kannst, um zu lauschen.

Vielleicht spürst du das Zittern eines Anfangs in dir.

Vielleicht ist etwas Altes bereit, sich in Stille zu verwandeln.

Das Licht, das du suchst, wartet nicht am Ende des Weges –

es beginnt genau hier, wo du stehst.

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